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Viele Autofahrer haben sich schon einmal ans Steuer gesetzt, obwohl sie in keinem geeigneten Zustand dafür waren. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage des Ridepooling-Anbieters Clevershuttle und des Forsa-Instituts. Demnach gaben 39 Prozent der 1.011 im Juni 2019 in Deutschland befragten Personen an, schon einmal fast als Fahrer während der Fahrt eingeschlafen zu sein.

Der Studie zufolge ist die Gefahr einzunicken bei Männern (51 %) deutlich höher als bei Frauen (27 %). 40 Prozent der Befragten bestätigten, dass sie selbst dann Auto gefahren sind, wenn sie sich körperlich nicht fit oder unwohl gefühlt hätten. Auch das erhöhte Unfallrisiko unter Alkoholeinfluss schreckt nicht immer davor ab, sich ans Steuer zu setzen: 17 Prozent der Studienteilnehmer gaben zu, in der Vergangenheit mit zu viel Alkohol im Blut (mehr als 0,5 Promille) unterwegs gewesen zu sein.

Die Gründe für jenes Verhalten sind vielschichtig. So sagten 41 Prozent der Befragten, dass sie niemand anderes hätte fahren können. Ebenfalls eine häufig genannte Ursache war Stress (37 %) – gerade junge Fahrer zwischen 18 und 29 Jahren waren davon betroffen (56 %).

Privates Umfeld ist die beliebteste Alternative

Als Alternative zum Selbstfahren in solchen Situationen sehen die meisten Befragten vor allem das eigene Umfeld. Drei Viertel (76 %) würden sich von der Familie, Freunden oder Bekannten von A nach B bringen lassen, wenn sie sich nicht mehr sicher hinters Steuer setzen können. Auch Bus und Bahn kommen für die Mehrheit infrage (62 %). Ein Taxi würde etwa die Hälfte der Befragten nehmen.

Neue Mobilitätsangebote wie Ridepooling spielen wenn überhaupt bei jüngeren Autofahrern eine Rolle: Von den 18- bis 44-jährigen Studienteilnehmern gaben neun Prozent an, solche Dienste als Lösung in Erwägung zu ziehen.

(Vogel)